Inhaltsübersicht
Welchen Unsinn verzapfen Agenturen und Firmen im Marketing?
In dieser Rubrik stelle ich Flops, Pfusch und schwachsinnige Ideen vor - ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.
I. Miese Texte
Werbespruch mit Eigentor
Wie sich eine Marketingabteilung im Gestrüpp der Wörter verheddert und das Gegenteil von dem sagt, was
sie meint.
Ein Druck auf Taste Europe lässt die Happy Digits tanzen
Das gute alte Ortsgespräch wird zum City-Call. Auch sonst greifen in der Kundenansprache immer mehr englische Begriffe um sich. Ob dies wohl Absicht, Gedankenlosigkeit oder Dummheit ist?
Prämierte Werbespots sind nicht immer Qualitätsarbeit
Wenn eine Agentur mit ihrer Werbung Preise gewinnt, halten schlichte Gemüter dies für ein Qualitätskriterium. Doch auch so mancher Unsinn wird mit einem Award ausgezeichnet.
Fachchinesisch statt Verständlichkeit
Vorsicht, Feind hört mit: Zum Kleinen 1-mal-1 des Spionage-Handwerks gehört die Verschlüsselung von Geheimbotschaften. Interessant wird's, wenn auch Werbebotschaften an die Öffentlichkeit verschlüsselt werden. Lesen Sie das Beispiel eines Computerkonzerns.
Werbebriefe: Luxuriöses Gold landet im Müll
Ungelesen vom Briefkasten direkt in den Papierkorb: Der Alptraum jedes Werbebriefs. Der erste Absatz Ihres Mailings entscheidet, ob es vollständig gelesen wird oder in der Mülltonne landet.
II. Miese Bilder
Vorwärts in die Vergangenheit: Symbolik sendet falsche Botschaft
Bilder sprechen das Unterbewusstsein an. Deshalb wollen die Bildmotive sorgfältig gewählt sein. Künstlerpech, wenn sie die verkehrte Botschaft transportieren.
Fotomotiv zum Naserümpfen
Fotos in der Anzeigenwerbung: Eine gutes Bild fällt auf, weckt angenehme Gefühle und sorgt für eine positive Einstellung zum beworbenen Produkt. Mancher Anzeige gelingt aber genau das Gegenteil.
T-Obszöne Arschloch-Werbung
Der ADAC warnt: "Unfreundliche Gesten im Straßenverkehr sind kein Kavaliersdelikt, sondern Straftaten, die teuer werden können. Je obszöner die Beleidigung, desto teurer wird es." Eine bekannte Telekom-Firma hat es besser: Sie wirbt völlig ungestraft mit obszönen Gesten.
III. Mieses Design
Plakate, die niemand erkennt
Das Design mancher Plakate grenzt an Betrug am Auftraggeber: Was ist schon ein Plakat wert, das niemand erkennen kann, weil
beim Entwurf gravierende Fehler gemacht wurden?
Informationen spielen Verstecken
Gestalter von Werbemedien sollten das Einmaleins der Wahrnehmungspsychologie kennen. Ansonsten produzieren sie Fehlentwürfe, bei denen relevante Informationen für den Betrachter unsichtbar bleiben. Ein eklatantes Beispiel von Design-Pfusch zeigt, was schiefgehen kann.
Winzigkeit kennt keine Grenzen
Eine Internetseite sollte leicht lesbar sein - ohne Brille oder gar Mikroskop. Eine Binsenweisheit, nicht wahr? Erstaunlich, dass namhafte Firmen sie nicht beherzigen.
IV. Miese Benutzerführung
Zickzack-Navigation
Im Internet muss man jeden Tag mit unbekannten Websites zurechtkommen. Gut, wenn sich deren Benutzerführung an bekannte De-facto-Standards und Konventionen anlehnt. Problematisch wird es, wenn ein Anbieter seltsame eigene Wege geht.
Memory-Navigation für Gedächtnisakrobaten
Eine Navigation ist nur dann gut und brauchbar, wenn Sie dem Benutzer Orientierung bietet. Ein extremes Beispiel zeigt uns, wie schwierig eine Website zu bedienen ist, wenn Navigationspunkte nur schwer unterscheidbar und wenig verständlich sind.
Am Ende wartet der Hammer
Damit der Kunde seine Kaufentscheidung treffen kann, sollte er in einem Online-Shop alle kaufrelevanten Informationen zum geeigneten Zeitpunkt erhalten. Doch mancher Anbieter hält am Schluß des Bestellvorgangs eine böse Überraschung bereit.
V. Miese Konzeption
Dresdner Bank, Du kleines sexy Ding!
Viele Firmen machen sich Marketing einfach: Sie schwärmen von sich selbst. Die Dresdner Bank hat sich einen neuen 'Marktauftritt' verpasst und übertreibt es mit ihrer Selbstverliebtheit. Weniger könnte manchmal mehr sein.
Wenn Du geschwiegen hättest, wärst Du Kommunikator geblieben
"Raten Sie mal, was wir anzubieten haben" - statt klarer Aussagen bietet auch ein großer deutscher Konzern ein spannendes Rätsel für seine Kunden.
Der Mann im Grünen Trikot & die Nackte auf dem Klavier
Mag es auch noch dämlich inszeniert sein - Hauptsache wir sind in der Öffentlichkeit präsent. Unter diesem Motto präsentiert sich eine politische Organisation bei einem weltbekannten Sportereignis.
T-Advertising
Ein großer Telekomkonzern versucht mit Gewalt und Folter die Kunden von sich zu überzeugen: Sie werden so lange mit
Online-Werbung gequält, bis sie entnervt kapitulieren.
Heute schon gepoppt? Werbung, die nervt
Wer eine Plage im Internet sucht, wird bei Pop-Up-Fenstern fündig. Pop-Ups werden als Werbeinstrument immer beliebter. Dabei sind sie großer Unfug.
Gorilla-Angriffe im Burgerkrieg
Ein "Marketingproblem Royal TS Hausmacher Art" offenbarte eine große Schnellimbisskette, als sie sich in Zeitungsanzeigen über ihre Konkurrenz lustig machen wollte.
Newsgroup-Spamming - Marketing auf die plumpe Art
Der Wolf im Schafspelz: Wie angebliche Marketingprofis ihre Werbung in Diskussionsforen als redaktionellen Beitrag tarnen und dabei in mehrere Fettnäpfchen tappen.
Versager-Website vergrätzt teuer geworbene Kunden
Mit Fernseh-Werbespots lockt ein Anbieter potenzielle Kunden auf seine Internetseite. Dort werden sie ohne Informationen abgespeist und wieder verscheucht - ein Musterbeispiel für kostspieliges, aber unprofessionelles Multichannel-Marketing.
VI. Miese Strategie
Vanity Fair - Jahrmarkt der Beliebigkeiten
"Wie gebe ich meinem Unternehmen ein unverwechselbares Profil?", diese Fragen quält die Marketing-Chefs. Leider ist der
Marktauftritt mancher Firmen an Gesichtslosigkeit nicht zu überbieten.
Ausgedehnt und überdehnt: Marken auf Abwegen
Erst Unterwäsche, dann Parfüm und Sonnenbrillen: Ist dem Esel zu wohl, geht er aufs Eis - ist ein Markenname stark, werden immer neue Produkte darunter an den Mann gebracht. Die Risiken sind beachtlich.
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